Bestattungspflicht und ausgeschlagenes Erbe...

Bestattungspflicht und ausgeschlagenes Erbe…

Dass es in Deutschland kein einheitliches Bestattungsgesetz gibt, ist schlimm genug. Erfreulich ist jedoch, dass der Freistaat Thüringen im Jahre 2004 wenigstens ein Bestattungsgesetz für Thüringen erlassen hat, welches das bestehende Gesetz aus DDR-Zeiten ablöste. Hierin ist eindeutig geregelt, wer der Bestattungspflichtige ist. Blutsverwandte wurden ebenso berücksichtigt, wie auf Dauer angelegte Lebenspartnerschaften. Bei gleichem Verwandtschaftsverhältnis steht der Ältere dem Jüngeren vor. Somit ist eindeutig klar geregelt, wer für die Bestattung zu sorgen – und: wer sie dann auch zu bezahlen hat. Ob bis hierhin jemand etwas von seinem Verstorbenen geerbt oder ein Erbe ausgeschlagen hat, spielt keine Rolle, denn Erbverhältnisse und Bestattungspflicht sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Im Ergebnis ist klar, wer eventuell ein Erbe wegen vermuteter Schulden ausgeschlagen hat oder zur verstorbenen Person lange keine Verbindung mehr hatte, ist nicht von der Bestattungspflicht befreit. Ist ein bestattungspflichtiger Angehöriger zunächst nicht zu ermitteln, so tritt erst einmal die Ordnungsbehörde ein. Sie wird im Nachgang weiter suchen und die finanzielle Übernahme der vorverauslagten Kosten durchsetzen. In Thüringen ist im Bestattungsgesetz geregelt, dass innerhalb von 10 Tagen eine Bestattung zu erfolgen hat. Das bedeutet, entweder ist in diesem Zeitraum eine Erdbestattung unseres Angehörigen durchzuführen oder aber eine Feuerbestattung (Einäscherung) abzuschließen. Sollte später doch ein Nachlass durch das Amtsgericht festgestellt werden, so kann der Bestattungspflichtige laut BGB eine Begleichung der Kosten aus dem Erbe verlangen. Hierbei gibt es leider oft Unstimmigkeiten, denn eigentlich sollten Bestattungen unserer Angehörigen innerhalb der Familie ein Ehrendienst sein. Bei Uneinsichtigkeiten ob der Gesetzeslage ist es dann oftmals unerlässlich, einen Anwalt helfend zu Rate zu ziehen. Eine derartige Beratung ist dem Bestattungsinstitut trotz fundierter Ausbildung untersagt – nicht jedoch Erläuterungen zu o.g. Sachverhalt. Seit nunmehr einem Jahr steht allen Interessierten der Fachanwalt für Erbrechtsangelegenheiten, Herr RA Stoll, an jedem 1. Dienstag im Monat für eine kostenfreie Erstberatung im Lebenszentrum Gotha zur Verfügung. Hierbei ist eine telefonische Voranmeldung (03621/ 226685) wegen der Individualität des einzelnen Sachverhaltes nötig. Nehmen Sie das Angebot wahr! Ihr Ronald Häring – Geschäftsführer -.

BGB § 1968

Kommentar verfassen

ClipartAuch wenn es schwer fällt, versuchen Sie Ruhe zu bewahren. Bei einem Haussterbefall ist der Haus-/Notarzt zu verständigen.
Anschließend verständigen Sie bitte uns:

Jederzeit – 03621/30 87-0.

Wenn es für Sie wichtig ist, bleibt im Anschluss bis zu 24 Stunden Zeit, um persönlich Abschied zu Hause zu nehmen.

Wir empfehlen, vorab den Kontakt zu uns zu suchen, wir geben gern – der Situation entsprechend – Hinweise und Ratschläge für den Ablauf der nächsten Stunden, bevor Sie den konkreten Termin zur Überführung wünschen.