Karl August Fried­rich Sam­wer war ein deut­scher Jurist und Direk­tor der Gotha­er Versicherungen.

Ehren­bür­ger der Stadt Gotha Der gehei­me Regie­rungs­rat Dr. jur. Dr. rer. Pol. E.h. Karl Sam­wer, der 40 Jah­re im Diens­te der Gotha­er Lebens­ver­si­che­rungs­bank tätig war, hat­te 1891 sei­ne Tätig­keit bei die­ser Bank begon­nen und Ende 1930 als Gene­ral­di­rek­tor been­det. Sein Vater war der aus Schles­wig-Hol­stein stam­men­de Geheim­rat K. F. Luci­an Sam­wer, der in die Diens­te des Her­zogs von Sach­sen-Coburg und Gotha getre­ten und zuletzt Mit­glied der Lan­des­re­gie­rung war. Nach dem Besuch des Gym­na­si­um Ernes­ti­num stu­dier­te Karl Sam­wer in Leip­zig und Ber­lin Rechts­wis­sen­schaft. Sei­ne Refe­ren­dar­aus­bil­dung in Gotha, Kiel und Wands­beck schloss er 1889 mit dem Asses­sor­ex­amen ab. 1891 begann Karl Sam­wer unter Prof. Dr. Arwed Emming­haus sei­ne Tätig­keit bei der Gotha­er Feu­er­ver­si­che­rungs­bank. Schon 1895 wur­de er Mit­glied des Vor­stan­des und ab Juli 1903 deren Gene­ral­di­rek­tor. Es gelang ihm in sei­ner lan­gen Amts­zeit, die gro­ßen Schwie­rig­kei­ten erfolg­reich zu meis­tern, die die Kriegs­jah­re und der Wäh­rungs­ver­fall 1922/23 für die Ver­si­che­rung bedeu­te­ten. Vie­le Jah­re wirk­te Geheim­rat Sam­wer auch im städ­ti­schen Dienst. Von 1890 bis 1894 war er Armen­pfle­ger, von 1896 bis 1903 Mit­glied der Armen­kom­mis­si­on, von 1898 bis 1909 Mit­glied des Schul­vor­stan­des für die Volks­schu­len, von 1903 bis 1919 Stadt­ver­ord­ne­ter, davon 12 Jah­re als Stadt­ver­ord­ne­ten­vor­ste­her. Für sei­ne Ver­diens­te erhielt Geheim­rat Karl Sam­wer vie­le Ehrun­gen. 1927 wur­de ihm von der Uni­ver­si­tät Jena die Wür­de eines Dr. rer. Pol. Ehren­hal­ber ver­lie­hen. Am 31. Dezem­ber 1930, kurz vor sei­nem 70. Geburts­tag, wur­de er auf Beschluss des Stadt­ra­tes der Stadt Gotha zum Ehren­bür­ger ernannt. Noch heu­te wird er in dem von ihm gelei­te­ten Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men hoch­ge­ehrt und gilt als der „zwei­te Arnoldi“.

Karl Samwer
Rechts hinter Querweg (Richtg. Krone), Teil II

Ort der Grabstätte: 1861–1946 Fam. Platz Nr.534

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