Die Qua­li­fi­zie­rung zum Bestat­ter­meis­ter / zur Bestattermeisterin

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Mas­ter­stu­di­um Bestattungswesen

Die „Ver­ord­nung über das Meis­ter­prü­fungs­be­rufs­bild und über die Prü­fungs­an­for­de­run­gen in den Tei­len I und II der Meis­ter­prü­fung im Bestat­tungs­ge­wer­be (Bestat­ter­meis­ter­ver­ord­nung – BestM­strV)“ ist am 15. Sep­tem­ber 2009 im Bun­des­ge­setz­blatt (BGBL 2009 Teil I, Nr. 60, S. 30–36) ver­öf­fent­licht. Sie trat am 1. Janu­ar 2010 in Kraft. (sie­he Bestat­ter­meis­ter­ver­ord­nung im PDF-Format).

Damit ist die Aus­bil­dung zum Bestat­ter­meis­ter bun­des­ein­heit­lich durch Ver­ord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft ver­bind­lich gere­gelt. Sie ergänzt die Ver­ord­nung zum Aus­bil­dungs­be­ruf „Bestat­tungs­fach­kraft“ und bie­tet für alle Absol­ven­ten der drei­jäh­ri­gen Aus­bil­dung nun­mehr eine wei­te­re Qua­li­fi­ka­ti­ons­per­spek­ti­ve auf Meisterebene.

Die Meis­ter­aus­bil­dung ist anspruchs­voll und deckt die Berei­che Bestat­tung, Kre­ma­ti­on und Fried­hof umfas­send ab. Die Meis­ter­prü­fung kann unter Berück­sich­ti­gung der erwor­be­nen Vor­kennt­nis­se bei der Prü­fung auch von den­je­ni­gen absol­viert wer­den, die sich bis­her im Fort­bil­dungs­we­ge qua­li­fi­ziert haben. Sie ist des­halb auch von Inter­es­se für Geprüf­te Bestat­ter, Bestattermeister/Funeral Mas­ter und Bestat­tungs­fach­wir­te, für die vom Bun­des­ver­band Deut­scher Bestat­ter über den Fach­ver­lag Vor­be­rei­tungs­lehr­gän­ge ange­bo­ten wer­den. Die erwor­be­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen behal­ten auch in Zukunft ihre Gül­tig­keit und sind Aus­weis einer qua­li­fi­zier­ten Aus­bil­dung im Bestattungsgewerbe.

Kurz­be­schrei­bung der Ausbildungsinhalte

Der Vor­be­rei­tungs­kurs zum Bestat­ter­meis­ter ver­mit­telt fol­gen­de Kenntnisse:

  1. Kun­den­wün­sche ermit­teln, Kun­den bera­ten, Ser­vice­leis­tun­gen anbie­ten, Auf­trags­ver­hand­lun­gen füh­ren und Auf­trags­zie­le fest­le­gen, Leis­tun­gen kal­ku­lie­ren und Ange­bo­te erstel­len, Ver­trä­ge schließen.
  2. Auf­ga­ben der tech­ni­schen, kauf­män­ni­schen und per­so­nal­wirt­schaft­li­chen Betriebs­füh­rung wahr­neh­men, ins­be­son­de­re unter Berück­sich­ti­gung der Betriebs­or­ga­ni­sa­ti­on, der betrieb­li­chen Aus- und Wei­ter­bil­dung, des Qua­li­täts­ma­nage­ment, des Arbeits­schutz­rech­tes, des Daten­schut­zes, des Umwelt­schut­zes sowie von Infor­ma­ti­ons- und Kommunikationstechniken.
  3. Auf­trags­ab­wick­lungs­pro­zes­se pla­nen, orga­ni­sie­ren, durch­füh­ren und überwachen.
  4. Auf­trä­ge durch­füh­ren, ins­be­son­de­re unter Berück­sich­ti­gung von Ver­fah­ren und Metho­den der Arbeits­pla­nung und ‑orga­ni­sa­ti­on, von berufs­be­zo­ge­nen recht­li­chen Vor­schrif­ten ein­schließ­lich der Hygie­ne­vor­schrif­ten, tech­ni­schen Nor­men und der all­ge­mein aner­kann­ten Regeln der Tech­nik von Per­so­nal, Mate­ri­al und Gerä­ten soweit von Mög­lich­kei­ten zum Ein­satz von Auszubildenden.
  5. For­ma­li­tä­ten mit Behör­den sowie pri­va­ten und öffent­lich- recht­li­chen Dienst­leis­tungs­ein­rich­tun­gen abwi­ckeln, Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit pla­nen und ver­an­las­sen, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die Bestat­tungs­vor­sor­ge, sowie die Bestattungs‑, Trauer‑, Erin­ne­rungs- und Friedhofskultur.
  6. Reli­giö­se Grund­la­gen sowie regio­na­le, sozia­le und welt­an­schau­li­che Beson­der­hei­ten der Bestattungs‑, Trauer‑, Erin­ne­rungs- und Fried­hofs­kul­tur berücksichtigen.
  7. Erd- und Feu­er­be­stat­tun­gen sowie Exhu­mie­run­gen und Umbet­tun­gen unter Berück­sich­ti­gung des Ein­sat­zes von Tech­ni­ken, Werk­zeu­gen, Gerä­ten und Maschi­nen pla­nen, koor­di­nie­ren, durch­füh­ren und kontrollieren.
  8. Ein­satz von Waren und Dienst­leis­tun­gen unter öko­no­mi­schen, öko­lo­gi­schen, gestal­te­ri­schen, ethi­schen und hygie­ni­schen Aspek­ten pla­nen, koor­di­nie­ren und kontrollieren.
  9. Tech­ni­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­ga­ben unter Berück­sich­ti­gung von Instru­men­ten, Metho­den und Ver­fah­ren zum Betrieb von Fried­hö­fen wahr­neh­men, neue Bei­set­zungs­flä­chen im Rah­men behörd­lich vor­ge­ge­be­ner Bebau­ungs­pla­nung erschließen.
  10. Tech­ni­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­ga­ben unter Berück­sich­ti­gung von Instru­men­ten, Metho­den und Ver­fah­ren zum Betrieb von Kre­ma­to­ri­en wahrnehmen.
  11. Plä­ne, ins­be­son­de­re Arbeits- und Orga­ni­sa­ti­ons­plä­ne anfer­ti­gen sowie Skiz­zen und Ent­wür­fe erstel­len und präsentieren.
  12. Logis­tik­kon­zep­te für Betriebs- und Lager­aus­stat­tung ent­wi­ckeln und umsetzen.
  13. Ein­satz­taug­lich­keit von Werk­zeu­gen, Gerä­ten und Maschi­nen über­wa­chen und gewährleisten.
  14. Tech­ni­sche, orga­ni­sa­to­ri­sche und dienst­leis­tungs­be­zo­ge­ne Män­gel iden­ti­fi­zie­ren, Maß­nah­men zur Besei­ti­gung ergrei­fen, Ergeb­nis­se bewer­ten und dokumentieren.
  15. Leis­tun­gen kon­trol­lie­ren, abneh­men und pro­to­kol­lie­ren, Vor- und Nach­kal­ku­la­ti­on vornehmen.
    Alle Fra­gen rund um Ihre Zulas­sung, evlt. Befrei­ungs­an­trä­ge, Prü­fungs­ab­lauf, Prü­fungs­ter­mi­ne und auch Prü­fungs­er­geb­nis­se beant­wor­tet Ihnen aus­schließ­lich die zustän­di­gen Handwerkskammern:

Hand­werks­kam­mer Düsseldorf
Georg-Schul­hoff-Platz 1
40221 Düsseldorf
Frau Lin­da Klaas
Tele­fon: 0211 7 87 95 640

Hand­werks­kam­mer für Unterfranken
Renn­we­ger Ring 3
97070 Würzburg
Frau Andrea Sitzmann
Tele­fon: 0931 / 30 90 81 154

Zulas­sungs­an­trä­ge zum Download

Die Qualifizierung zum Bestattermeister / zur Bestattermeisterin Die „Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe (Bestattermeisterverordnung – BestMstrV)“ ist am 15. September 2009 im Bundesgesetzblatt (BGBL 2009 Teil I, Nr. 60, S. 30-36) veröffentlicht. Sie trat am 1. Januar 2010 in Kraft. (siehe Bestattermeisterverordnung im PDF-Format). Damit ist die Ausbildung zum Bestattermeister bundeseinheitlich durch Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft verbindlich geregelt. Sie ergänzt die Verordnung zum Ausbildungsberuf „Bestattungsfachkraft“ und bietet für alle Absolventen der dreijährigen Ausbildung nunmehr eine weitere Qualifikationsperspektive auf Meisterebene. Die Meisterausbildung ist anspruchsvoll und deckt die Bereiche Bestattung, Kremation und Friedhof umfassend ab. Die Meisterprüfung kann unter Berücksichtigung der erworbenen Vorkenntnisse bei der Prüfung auch von denjenigen absolviert werden, die sich bisher im Fortbildungswege qualifiziert haben. Sie ist deshalb auch von Interesse für Geprüfte Bestatter, Bestattermeister/Funeral Master und Bestattungsfachwirte, für die vom Bundesverband Deutscher Bestatter über den Fachverlag Vorbereitungslehrgänge angeboten werden. Die erworbenen Qualifikationen behalten auch in Zukunft ihre Gültigkeit und sind Ausweis einer qualifizierten Ausbildung im Bestattungsgewerbe. Kurzbeschreibung der Ausbildungsinhalte Der Vorbereitungskurs zum Bestattermeister vermittelt folgende Kenntnisse: Kundenwünsche ermitteln, Kunden beraten, Serviceleistungen anbieten, Auftragsverhandlungen führen und Auftragsziele festlegen, Leistungen kalkulieren und Angebote erstellen, Verträge schließen. Aufgaben der technischen, kaufmännischen und personalwirtschaftlichen Betriebsführung wahrnehmen, insbesondere unter Berücksichtigung der Betriebsorganisation, der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, des Qualitätsmanagement, des Arbeitsschutzrechtes, des Datenschutzes, des Umweltschutzes sowie von Informations- und Kommunikationstechniken. Auftragsabwicklungsprozesse planen, organisieren, durchführen und überwachen. Aufträge durchführen, insbesondere unter Berücksichtigung von Verfahren und Methoden der Arbeitsplanung und -organisation, von berufsbezogenen rechtlichen Vorschriften einschließlich der Hygienevorschriften, technischen Normen und der allgemein anerkannten Regeln der Technik von Personal, Material und Geräten soweit von Möglichkeiten zum Einsatz von Auszubildenden. Formalitäten mit Behörden sowie privaten und öffentlich- rechtlichen Dienstleistungseinrichtungen abwickeln, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit planen und veranlassen, insbesondere im Hinblick auf die Bestattungsvorsorge, sowie die Bestattungs-, Trauer-, Erinnerungs- und Friedhofskultur. Religiöse Grundlagen sowie regionale, soziale und weltanschauliche Besonderheiten der Bestattungs-, Trauer-, Erinnerungs- und Friedhofskultur berücksichtigen. Erd- und Feuerbestattungen sowie Exhumierungen und Umbettungen unter Berücksichtigung des Einsatzes von Techniken, Werkzeugen, Geräten und Maschinen planen, koordinieren, durchführen und kontrollieren. Einsatz von Waren und Dienstleistungen unter ökonomischen, ökologischen, gestalterischen, ethischen und hygienischen Aspekten planen, koordinieren und kontrollieren. Technische und organisatorische Aufgaben unter Berücksichtigung von Instrumenten, Methoden und Verfahren zum Betrieb von Friedhöfen wahrnehmen, neue Beisetzungsflächen im Rahmen behördlich vorgegebener Bebauungsplanung erschließen. Technische und organisatorische Aufgaben unter Berücksichtigung von Instrumenten, Methoden und Verfahren zum Betrieb von Krematorien wahrnehmen. Pläne, insbesondere Arbeits- und Organisationspläne anfertigen sowie Skizzen und Entwürfe erstellen und präsentieren. Logistikkonzepte für Betriebs- und Lagerausstattung entwickeln und umsetzen. Einsatztauglichkeit von Werkzeugen, Geräten und Maschinen überwachen und gewährleisten. Technische, organisatorische und dienstleistungsbezogene Mängel identifizieren, Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen, Ergebnisse bewerten und dokumentieren. Leistungen kontrollieren, abnehmen und protokollieren, Vor- und Nachkalkulation vornehmen. Alle Fragen rund um Ihre Zulassung, evlt. Befreiungsanträge, Prüfungsablauf, Prüfungstermine und auch Prüfungsergebnisse beantwortet Ihnen ausschließlich die zuständigen Handwerkskammern: Handwerkskammer Düsseldorf Georg-Schulhoff-Platz 1 40221 Düsseldorf Frau Linda Klaas Telefon: 0211 7 87 95 640 Handwerkskammer für Unterfranken Rennweger Ring 3 97070 Würzburg Frau Andrea Sitzmann Telefon: 0931 / 30 90 81 154 Teilweise sind die Inhalte (Texte und Bilder) der Internetseite des Bundesverbandes Deutscher Bestatter entnommen.

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