Weih­nach­ten ohne Angehörigen

Von Trau­ern­den, die erst­mals ohne ihren Ver­stor­be­nen Weih­nach­ten fei­ern müssen…

Wenn der nächs­te Ange­hö­ri­ge nicht mehr da ist

Tod und Ster­ben – ein The­ma, von dem man in der Woche vor dem Weih­nachts­fest, das dem Ursprung nach als gött­li­ches Geburts­tags­fest gefei­ert wird, bes­ser nichts hören möch­te. Den­noch sind gera­de die bevor­ste­hen­den Fei­er­ta­ge für vie­le Men­schen in einer per­sön­li­chen Trau­er­si­tua­ti­on schwer, belas­tend und mit Trä­nen ver­bun­den. In die­sem Jahr haben Men­schen nach Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes von rund 915.000 in Deutsch­land ver­stor­be­nen Ange­hö­ri­gen Abschied genom­men. Jetzt steht das ers­te Weih­nachts­fest ohne den Part­ner, die Groß­el­tern, Eltern oder gar ohne ein ver­stor­be­nes Kin­des an. Psy­cho­lo­gen wis­sen um den emo­tio­na­len und psy­chi­schen Stress, den Trau­ern­de in den letz­ten Tagen des Jah­res durch­le­ben müs­sen. Die Bestattungsinstitut Gotha GmbH weist dar­auf hin, dass das ers­te Weih­nach­ten ohne einen gelieb­ten Men­schen beson­ders berüh­rend und ein­präg­sam ist: „Es ist wich­tig, sich der eige­nen Trau­er und den Trä­nen zu stel­len, die­se nicht weg­zu­drü­cken und zu mei­nen, an Weih­nach­ten eine schein­ba­re Idyl­le auf­bau­en zu müs­sen. Wer die Kern­bot­schaft des Weih­nachts­fes­tes ver­stan­den hat, weiß, dass die Geburt des Neu­en immer auch mit dem Pro­zess eines trä­nen­rei­chen Abschieds ver­bun­den ist“, so Oli­ver Wirth­mann vom Kura­to­ri­um Deut­sche Bestat­tungs­kul­tur. Er rät daher dazu, Ange­hö­ri­ge und Eltern zwar herz­lich zur Fei­er des Hei­li­gen Abends nach Hau­se ein­zu­la­den, wenn aber der Wit­wer oder die Wit­we lie­ber allei­ne die­se Stun­den ver­brin­gen möch­te, die­se nicht zu drän­gen oder zu einer Fei­er im gro­ßen Kreis der Fami­lie zu nöti­gen. Trau­er um Ange­hö­ri­ge kann ganz ver­schie­de­ne For­men anneh­men, sowohl Aus­tausch und Gespräch im Kreis der Fami­lie wie auch Stun­den der per­sön­li­chen Besin­nung und des In-sich-Gehens mit einer Ker­ze und einem Bild des Toten sind heilsam.

In die­sem Bei­trag wur­den Text­pas­sa­gen des News­let­ters 31/2017 des Bun­des­ver­ban­des Deut­scher Bestat­ter verwandt.
R
onald Häring, Geschäftsführer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü