Wil­helm Pertsch war ein deut­scher Bibliothekar.

Der gehei­me Hof­rat und Hof­bi­blio­the­kar Pro­fes­sor Dr. Wil­helm Pertsch wur­de in Coburg gebo­ren. Nach sei­nem Stu­di­um der ori­en­ta­li­schen Spra­chen in Ber­lin und Tübin­gen sowie einer neun­mo­na­ti­gen Stu­di­en­rei­se nach Paris, Lon­don und Oxford, begann er im Okto­ber 1855 sei­ne Tätig­keit an der Gotha­er Her­zog­li­chen Biblio­thek auf Schloss Frie­den­stein. Damit begann sei­ne nahe­zu 25 Jah­re wäh­ren­de Arbeit an den 3300 ori­en­ta­li­schen Hand­schrif­ten der Gotha­er Biblio­thek, die von ihm in 8 Bän­den kata­lo­gi­siert und der Wis­sen­schaft zugäng­lich gemacht wur­den. Prof. Pertsch bear­bei­te­te außer­dem die per­si­schen und tür­ki­schen Hand­schrif­ten der Preu­ßi­schen Staats­bi­blio­thek in Ber­lin. 1874 über­nahm er die Lei­tung des Münz­ka­bi­netts in Gotha. Die Vor­zü­ge von Pertsch´s Wir­ken auf numis­ma­ti­schem Gebiet waren sei­ne her­vor­ra­gen­den Sprach­kennt­nis­se und sei­ne Sorg­falt bei der Bestim­mung und Beschrei­bung der Mün­zen. Er ver­stand es auch, den Zusam­men­hang zwi­schen Münz­fun­den und his­to­ri­schen Aus­sa­gen her­zu­stel­len. 1879 erfolg­te sei­ne Ernen­nung zum Ober­bi­blio­the­kar. 1883 wur­de er zum Direk­tor der Wis­sen­schaft­li­chen Anstal­ten auf Schloss Frie­den­stein beru­fen. Die Aka­de­mien der Wis­sen­schaf­ten in Ber­lin, Leip­zig und Göt­tin­gen ernann­ten ihn zum Ehren­mit­glied. Die Bedeu­tung des wis­sen­schaft­li­chen Wir­kens von Wil­helm Pertsch resul­tiert in ers­ter Linie aus sei­nen mus­ter­gül­ti­gen Kata­lo­gen der ori­en­ta­li­schen Hand­schrif­ten in Gotha und Berlin.

Exponierte Grabmale, Teil I

Ort der Grabstätte: 1832–1899 Grün­flä­che hin­ter Urnengemeinschaftsanlage

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