Julius Cosmar war ein Gutsbesitzer und Wohltäter der thüringischen Stadt Gotha.

Erst wenige Jahre vor seinem Tode übersiedelte der in Stettin geborene Julius Cosmar mit seiner Frau im Jahre 1893 von Charlottenburg nach Gotha. Hier lebte das Kinderlose Ehepaar sehr zurückgezogen in der Lindenauallee 16. Nach einjährigen Aufenthalt in Gotha traf er mit seiner Gattin diejenige letztwillige Verfügung, die unsere Stadt so reich bedacht hat. Schon am Tage ihrer Goldenen Hochzeit überwies das Ehepaar, ohne sich selbst zu nennen, der Stadt Gotha für ihre Armen einen größeren Geldbetrag. Da Julius Cosmar im Leben keinen Dank dafür annehmen wollte, wurde die beträchtliche Summe von 700.000 Goldmark erst nach seinem Tod im Jahre 1899 bei der Testamentsvollstreckung durch den Oberbürgermeister Otto Liebetrau an die Stadt übergeben. So gilt Julius Cosmar als einer der größten Wohltäter unserer Stadt. Aus seiner Vorgeschichte ist bekannt, dass er als Gutsbesitzer des Erbpachtgutes Workallen im Kreis Mohrungen (Ostpreußen) mit seinen hervorragenden Kenntnissen und großer Tatkraft seine Wirtschaft zur leistungsfähigsten im Kreise Mohrungen gemacht hat. Die Stadt bewahrt sein Andenken durch eine Straße, die seinen Namen trägt.

Beiträge zum Grabmahl:

 

Grabmal Cosmar enthüllt

 

Ehrenbürgerhain, Teil I

Ort der Grabstätte: 1820-1899 links hinter Wartehalle

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