Hans Con­rad Diet­rich Ekhof war ein bekann­ter deut­scher Schau­spie­ler des 18. Jahrhunderts.

Con­rad Ekhof war einer der berühm­tes­ten Schau­spie­ler sei­ner Zeit und gilt noch heu­te als „Vater der Deut­schen Schau­spiel­kunst“. Er war ein her­vor­ra­gen­der rea­lis­ti­scher Cha­rak­ter­dar­stel­ler. Von sei­ner Sta­tur soll er klein und unan­sehn­lich gewe­sen sein, aber sei­ne wohl­tu­en­de Stim­me und sei­ne Aus­drucks­kraft lie­ßen dies jedoch ver­ges­sen und mach­ten ihn für den Schau­spiel­be­ruf geeignet.

In Ham­burg als Sohn eines Schnei­ders gebo­ren, schloss er sich mit knapp 20 Jah­ren der in Ham­burg gas­tie­ren­den Schö­ne­mann­schen Schau­spiel­trup­pe an. Damit begann für ihn das durch Här­te und Ent­beh­run­gen gekenn­zeich­ne­te unste­te Wan­der­le­ben eines Komö­di­an­ten, das ihn an vie­le Orte Deutsch­lands führte.

Nach vie­len Wan­der­jah­ren kam Ekhof mit der Schau­spie­ler­trup­pe Abel Sey­ler 1774 nach Gotha. Durch den gro­ßen Ein­fluss Ekhofs auf Her­zog Ernst II. von Sach­sen-Gotha-Alten­burg kam ein Ver­trag über den stän­di­gen Auf­ent­halt der Trup­pe am Gotha­er Hof zustan­de. Damit wur­de das ers­te „ste­hen­de“ Thea­ter­en­sem­ble in Deutsch­land geschaf­fen. Das 1683 im West­turm des Schlos­ses Frie­den­stein ein­ge­bau­te Thea­ter wur­de zur stän­di­gen Spielstätte.

Unter der künst­le­ri­schen Lei­tung Ekhofs ent­fal­te­te sich die Thea­ter­kunst zu höchs­ter Blü­te. Lei­der war ihm kein lan­ger Auf­ent­halt in Gotha gegönnt. Con­rad Ekhof starb am 16. Juni 1778 in sei­nem klei­nen Haus in der Schloss­gas­se 12 in Gotha im Alter von nur 57 Jah­ren an Schwind­sucht. In Gotha erin­nert an ihn der Ekhof­platz sowie das his­to­ri­sche Thea­ter im Schloss Frie­den­stein, das sei­nen Namen trägt und als ältes­tes Barock­thea­ter Euro­pas ein Klein­od von fas­zi­nie­ren­der Schön­heit ist.

Hans Conrad Dietrich Ekhof
Exponierte Grabmale, Teil I

Ort der Grabstätte: 1720–1778 Grün­flä­che hin­ter Urnengemeinschaftsanlage

Menü