Alfred Cramer war ein deutscher Architekt.
Viele städtische Bauwerke tragen die Handschrift von Baurat Alfred Cramer,so zum Beispiel das Dorotheenbad.

Der Gothaer Architekt, Baurat Alfred Cramer, wurde als Sohn eines Zimmerermeisters in Gotha geboren. Nach einer Maurerausbildung besuchte er von 1888 bis 1892 die Gothaer Baugewerbeschule. Anschließend absolvierte er von 1892 bis 1894 ein Architekturstudium an der technischen Hochschule Stuttgart und war danach einige Jahre in Hannover und Magdeburg tätig, bis er sich 1901 in seiner Heimatstadt als selbständiger Architekt niederließ. Trotz eines folgenschweren Arbeitsunfalls, bei dem er sein linkes Augenlicht verlor, nahm seine Karriere in den Folgejahren einen steilen Aufstieg. Mit den Entwürfen für den Erweiterungsbau der Feuerversicherungsbank, das Gebäude der „Herzogin-Marie-Stiftung“ in der Pestalozzistraße 2, die Ausstellungshalle am Park, das ehemalige Lebensmittelhaus des Kaufmanns Otto Böhm in der Marktstraße 11 und die ehemalige Rentsamtskasse hinter Schloss Friedrichsthal – jetzt zur Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr gehörend – wurde Alfred Cramer in Gotha bekannt. Zu seinen bedeutendsten Leistungen gehört die Projektierung der Baugewerbeschule, der heutigen Bauschule am Trütschlerplatz. Dieses Bauwerk stellt eine Meisterleistung des ehemaligen Studenten und späteren Lehrers an der Baugewerbeschule, Alfred Cramer, dar. Der erhabene Jugendstilbau prägt seit dem den Trütschlerplatz und bildet gleichzeitig einen würdigen Abschluss der heutigen 18. März-Straße. Bei der Einweihung dieses Gebäudes im Oktober 1911 wurde Alfred Cramer zum herzoglichen Baurat ernannt. In den folgenden Jahren wurden nach den Entwürfen Cramers die „Viktoria-Adelheid-Pflege“ (ehemaliges Säuglingsheim) in der Schlichtenstraße 12, die Wohnhäuser Neumarkt 1-3 und Bertha-von-Suttner-Straße 1 und 3 sowie das Gebäude der Ortskrankenkasse in der Lutherstraße gebaut.

Teil II, Urnenplatz

Ort der Grabstätte: 1872-1938 Fam. Platz Nr. 95

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