Lock­vo­gel­an­ge­bo­te bei Bestattungen

Lock­vo­gel­an­ge­bo­te in Not­si­tua­tio­nen. Wie sich Trau­ern­de vor Lock­vo­gel­an­ge­bo­ten bei Bestat­tun­gen und frag­wür­di­gen Ver­mitt­lungs­por­ta­le schüt­zen kön­nen, ist das The­ma der heu­ti­gen Infor­ma­ti­on. Die Ergeb­nis­se einer aktu­el­len Dimap-Umfra­ge zei­gen, dass die Deut­schen zwar einen Bestat­ter über das Inter­net suchen, jedoch kri­tisch über eine kom­plet­te Beauf­tra­gung via Inter­net den­ken. Die reprä­sen­ta­ti­ve Umfra­ge wur­de durch das Kura­to­ri­um Deut­sche Bestat­tungs­kul­tur e.V. und den Bun­des­ver­band Deut­scher Bestat­ter e.V. in Auf­trag gegeben.

Beglei­tung in Trau­er­zei­ten erfor­dert Fach­wis­sen und Ein­füh­lungs­ver­mö­gen – Von den Tücken pro­vi­si­ons­ba­sier­ter Bestat­tungs­ver­mitt­lung im Internet

Die Digi­ta­li­sie­rung macht auch vor dem sen­si­blen Bereich einer Bestat­tung nicht halt. So geschieht die Suche nach qua­li­fi­zier­ten Bestat­tern in der aku­ten Not­si­tua­ti­on eines Todes­fal­les heu­te wie selbst­ver­ständ­lich über das Smart­pho­ne bzw. das Inter­net, nicht mehr über Tele­fon­bü­cher. So selbst­ver­ständ­lich für die Deut­schen die Suche nach dem Bestat­ter im Netz ist, so ein­deu­tig aber auch die Aus­sa­ge der Bun­des­bür­ger in einer aktu­el­len reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­ge des For­schungs­in­sti­tuts Dimap: 92 % der Befrag­ten wür­den nie­mals eine Bestat­tung für ihren ver­stor­be­nen Ange­hö­ri­gen über das Inter­net beauf­tra­gen und bezah­len, ohne den Bestat­ter und sein Unter­neh­men vor­her per­sön­lich gese­hen zu haben. Kaum ein Wirt­schafts­be­reich unse­rer Gesell­schaft setzt sol­che sen­si­blen per­sön­li­chen und fach­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen vor­aus wie der Abschied von einem gelieb­ten Men­schen. Hier zählt der per­sön­li­che Ein­druck und das tie­fe Ver­trau­en, den Ver­stor­be­nen bei einem Bestat­ter in guten Hän­den zu wissen.

Immer mehr soge­nann­te Inter­net-Ver­gleichs­por­ta­le für Bestat­tun­gen haben sich in letz­ter Zeit zu eta­blie­ren ver­sucht. Sie sug­ge­rie­ren den Suchen­den, dass Prei­se oft­mals viel zu hoch sei­en und enor­me Spar­po­ten­zia­le mög­lich wären, wenn man über sie eine Bestat­tung beauf­tra­gen wür­de. Weni­ge wis­sen hin­ge­gen, dass es sich fast immer kei­nes­wegs um unei­gen­nüt­zi­ge Ser­vice­leis­tun­gen von Ver­brau­cher­schüt­zern han­delt, viel­mehr um pro­vi­si­ons­ba­sier­te Mak­ler und Ver­mitt­ler. Knapp 80 % der Befrag­ten der Dimap-Umfra­ge aus dem Okto­ber 2016 geben an, sol­che Por­ta­le nicht nut­zen zu wol­len. 77 % aller Befrag­ten wuss­ten auch nicht, dass im Fal­le einer Beauf­tra­gung Pro­vi­sio­nen zwi­schen 12–20 % für die ver­mit­tel­te Dienst­leis­tung an das Ver­gleichs­por­tal fäl­lig wer­den. Die Bestattungsinstitut Gotha GmbH rät zu Preis­ver­glei­chen, jedoch nicht auf Basis eini­ger weni­ger Klicks, bei denen nur Rah­men­pa­ra­me­ter abge­fragt wer­den kön­nen, viel­mehr zu einem Ver­gleich in der eige­nen Regi­on auf Basis klar umris­se­ner Leis­tungs­wün­sche. Unser Insti­tut ist hier­bei im gesam­ten Land­kreis Gotha – und dar­über hin­aus – tätig.

Ste­phan Neu­ser als Gene­ral­se­kre­tär des Bun­des­ver­ban­des Deut­scher Bestat­ter ein pro­fun­der Ken­ner der Bestat­tungs­bran­che bestä­tigt unse­re Pra­xis, dass es stets auf trans­pa­ren­te Kos­ten­vor­anschlä­ge ankom­me, bei denen jedoch glei­che Leis­tun­gen mit­ein­an­der ins Ver­hält­nis gesetzt wer­den müs­sen. „Low-Cost-Bestat­tun­gen“ erwei­sen sich im Nach­hin­ein oft­mals als voll­kom­men über­teu­ert, för­dern eine frag­wür­di­ge Ent­sor­gungs­men­ta­li­tät, bei der Ver­stor­be­ne von wenig qua­li­fi­zier­ten Per­so­nen abge­holt und durch Trans­por­te in Kre­ma­to­ri­en in ande­ren Tei­len der Bun­des­re­pu­blik ver­bracht wer­den. Pro­ble­ma­tisch ist ins­be­son­de­re die Tat­sa­che, dass im Bereich der Bestat­tung Men­schen oft­mals kein rea­lis­ti­sches Preis­ge­fühl haben und daher anfäl­lig sind für Lock­vo­gel­an­ge­bo­te und schein­ba­re Ver­hei­ßun­gen von Prei­sen, die bei nähe­rer Betrach­tung nie­mals rea­lis­tisch sein kön­nen. So ken­nen Bestat­ter die ste­reo­ty­pe Fra­ge von Kun­den: „Was kos­tet bei Ihnen eine Bestat­tung?“ Die Fra­ge ist zwar ver­ständ­lich, lässt sich aber mit einer schnel­len Zahl nicht beant­wor­ten. Die ehr­li­che Ant­wort lau­tet stets: „Es kommt dar­auf an!“ Die Pra­xis zeigt deut­lich, dass bei der Wahl eines Mar­ken­zei­chen-Bestat­ters in der Regi­on der am Ende zu bezah­len­de Kos­ten­rah­men kei­nes­wegs über Ange­bo­ten liegt, die sich ver­lo­ckend geben, Ver­stor­be­ne aber nicht in der gebo­te­nen Wür­de behan­deln und letzt­lich ihr Geld auch nicht wert waren. Eigent­lich ist es voll­kom­men ein­leuch­tend: Wenn ein Ver­mitt­lungs­por­tal neben dem Bestat­ter eben­falls auf wirt­schaft­li­chen Ertrag aus­ge­rich­tet ist, kann die Leis­tung nicht bil­li­ger wer­den, son­dern wird unnö­tig ver­teu­ert. Die Beauf­tra­gung einer Bestat­tung ist stets ein ganz per­sön­li­cher Ver­trau­ens­be­weis merkt Ste­phan Neu­ser an und unter­streicht, dass man sich beim Gespräch mit einem Bestat­ter und in des­sen Geschäfts­räu­men ange­nom­men wis­sen möch­te. Auch bei gerin­gen finan­zi­el­len Spiel­räu­men kön­nen Bestat­ter einen per­sön­li­chen Abschied ermög­li­chen. Zu Vor­sicht ist stets dann gera­ten, wenn intrans­pa­ren­te Pau­schal­prei­se auf­ge­ru­fen wer­den, bei denen nicht ersicht­lich ist, wel­che Leis­tun­gen der Bestat­ter selbst erbringt, wel­che er in Form von wei­ter­ge­reich­ten Kos­ten über die Rech­nung ein­for­dert und was die ver­wen­de­ten Bestat­tungs­wa­ren im Ein­zel­nen kos­ten. Der Bun­des­ver­band Deut­scher Bestat­ter reprä­sen­tiert etwa 80 % der deut­schen Bestat­ter, wobei über 1000 Betrie­be das Mar­ken­zei­chen füh­ren, ein Qua­li­täts­sie­gel, das durch den TÜV Rheinland/Intercert mit regel­mä­ßi­gen Audits eine zer­ti­fi­zier­te Qua­li­tät in Arbeits­ab­läu­fen und fach­li­cher Qua­li­fi­ka­ti­on doku­men­tiert. Ant­je Bisping, Qua­li­täts­be­auf­trag­te des BDB dazu: „Als ech­tes Qua­li­täts­sie­gel ist das Mar­ken­zei­chen eine objek­ti­ve und ver­läss­li­che Ent­schei­dungs­hil­fe für eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Dienst­leis­tung bei Bestat­tun­gen. Die Qua­li­tät wird hier nicht nur ver­spro­chen, son­dern muss bei regel­mä­ßi­gen Kon­trol­len auch nach­ge­wie­sen werden.“

Der Bun­des­ver­band Deut­scher Bestat­ter hat auf sei­ner Inter­net­sei­te www.bestatter.de ein eige­nes Such­por­tal begrün­det. Im Gegen­satz zu ande­ren Ver­mitt­lungs­por­ta­len lockt die Bestat­ter­su­che des BDB nicht mit dem ver­meint­lich bil­ligs­ten Preis, son­dern hilft bei der Suche nach einem orts­na­hen Bestat­ter, dem man ver­trau­en kann. Über das Por­tal kön­nen direkt beim Bestat­ter auch unver­bind­li­che seriö­se Ange­bo­te ein­ge­holt wer­den. Auf www.bestatter.de wer­den kei­ne Ver­mitt­lungs­pro­vi­sio­nen fäl­lig, die nur dem Inter­net-Ver­mitt­ler nüt­zen. Denn der BDB und sei­ne Unter­neh­men ste­hen auf dem Stand­punkt: Nach der ers­ten Kon­takt­auf­nah­me per Inter­net soll­te eine per­sön­li­che Bera­tung erfol­gen, um den Ange­hö­ri­gen best­mög­lich betreu­en zu kön­nen. Am Ende steht ein seriö­ser ver­gleich­ba­rer Kos­ten­vor­anschlag des Bestat­ters und kei­ne Lock­vo­gel­an­ge­bo­te, so dass die Hin­ter­blie­be­nen genau wis­sen, was auf sie zukommt. 

Ihr Ronald Häring – Geschäfts­füh­rer der Bestattungsinstitut Gotha GmbH – dem Insti­tut Ihres Ver­trau­ens in Ihrer Region.

Bestatter

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