Kul­tur­his­to­ri­sche Friedhofsrundgänge

Kul­tur­his­to­ri­sche Fried­hofs­rund­gän­ge – Präch­ti­ge Grä­ber und bedeu­ten­de Urnen

Gotha. Füh­run­gen bzw. Fried­hofs­rund­gän­ge über den Gotha­er Haupt­fried­hof bie­tet die Tou­rist­infor­ma­ti­on Gotha und Gotha­er Land ab dem 30. März an. Wie sie wei­ter mit­teilt, sei der Gotha­er Haupt­fried­hof viel mehr als ein Ort der Erin­ne­rung und der letz­ten Ruhe­stät­te. Ein­ge­bet­tet in ein­zig­ar­ti­gem Baum­be­stand wer­den Grab­ma­le sicht­bar, wel­che den kul­tur­his­to­ri­schen Ent­wick­lungs­stand widerspiegeln.

Tat­säch­lich zeigt er Kultur‑, Kunst- und Stadt­ge­schich­te aus einer völ­lig unge­wohn­ten Per­spek­ti­ve. Die Fried­hofs­füh­rung als kul­tur­his­to­ri­scher Spa­zier­gang zeigt die Beson­der­hei­ten, die das Ruhe­feld der Ver­stor­be­nen am Ran­de des Zen­trums der Resi­denz­stadt Gotha zu bie­ten hat. Das 20 Hekt­ar gro­ße Are­al bil­det einen fes­ten Bestand­teil der “grü­nen Lun­ge” Gothas, lädt zum Spa­zie­ren und Ver­wei­len ein.

Es geht auch in das ein­zig­ar­ti­ge Kolum­ba­ri­um, das sonst nicht öffent­lich zugäng­lich ist. Zu sehen ist hier die Urne Ber­tha von Sutt­ners, der ers­ten Frie­dens­no­bel­preis­trä­ge­rin, die ihren Leich­nam zur Ver­bren­nung extra nach Gotha über­füh­ren ließ, als Frei­den­ke­rin und Pazi­fis­tin Welt­ruhm erlang­te. Auch die Urne eines der Per­so­nen, wel­che maß­geb­lich am Bau des Kre­ma­to­ri­ums betei­ligt waren, “Zivie­l­in­ge­nieur Carl-Hein­rich Stier”, ist hier zu besich­ti­gen. Er ver­starb aller­dings bereit vor der Fer­tig­stel­lung am 10.12.1877, ver­ewig­te in sei­nem Ver­mächt­nis, nach der Inbe­trieb­nah­me des Kre­ma­to­ri­ums als ers­te Per­son ein­ge­äschert zu wer­den. Die­sem Wunsch kam man am 10.Dezember 1878, an sei­nem 1. Todes­tag nach.

Zu erfah­ren sind Details über das ers­te Kre­ma­to­ri­um Deutsch­lands, zu sehen sind auch präch­ti­ge Grab­ma­le, tie­fe Sym­bo­lik und eine beson­de­re Gedächt­nis­kul­tur. Damit ver­bun­den ist Wis­sens­wer­tes über berühm­te Per­sön­lich­kei­ten wie den Schrift­stel­ler Kurd Laß­witz, den Fabri­kan­ten Fritz Both­mann, die geheim­nis­vol­len Schwes­tern von Nord­heim, die Gotha­er August Peter­mann, Andre­as Rey­her und Con­rad Ekhof .

Die nächs­ten Ter­mi­ne sind der 30. März, der 1. April, der 4. und 6. Mai 2018. Wei­te­re Ter­mi­ne und Infor­ma­tio­nen gibt es in der Tou­rist­infor­ma­ti­on am Gotha­er Haupt­markt, unter Tel. (03621) 510 453.

Der Treff­punkt für die Füh­rung von andert­halb Stun­den ist der Ein­gang des Haupt­fried­ho­fes. Eine Kar­te kos­tet acht Euro (vier Euro ermäßigt).

Ronald Häring, Geschäfts­füh­rer der Bestattungsinstitut Gotha GmbH
Die­ser Bei­trag wur­de erstellt unter Ver­wen­dung der Pres­se­infor­ma­ti­on in der TA/TLZ vom 28.03.2018

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